Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Nilkreuzfahrt Kapitäne navigieren? Oder wie sie angezogen sind? Im Buch "Unsere eigene Gerechtigkeit" der Ägypten-Insiderin Frau Anwer habe ich eine sehr gute Darstellung gefunden. Ein Auszug aus ihrem Roman:
"[..]Gemeinsam standen sie wenig später am Bug des Schiffes und bewunderten, wie sich die
Nil-Kapitäne im Dunkeln orientieren konnten.
Denn das Einzigartige an den Nilkreuzfahrten ist, dass die Kapitäne nachts ohne Licht fahren. An allen Schiffen sind
Radargeräte und alle technischen Errungenschaften zu finden, aber keiner der Kapitäne würde sie benutzen. Sie kennen nur aufgrund ihrer
jahrelangen Erfahrung die Gegebenheiten und die
Strömungen und
Sandbänke des Nils.
Wenn sich zwei
Schiffe sehr nahe kommen, begrüßen sie sich nur durch ein kurzes Hupen oder Anblinken mit den Scheinwerfern.
Es werden immer zwei
Kapitäne auf den Schiffen eingesetzt. Einer war im Tag- und einer im Nachtdienst tätig. Die Kapitäne hatten ihre Kabinen direkt hinter ihrem Arbeitsplatz und hatten zu den Passagieren eigentlich keinen Kontakt. Alle Belange der Passagiere wurden durch das Hotel-Management abgewickelt.
Eine weitere
Besonderheit zu anderen Kreuzfahrtschiffen ist, dass die Kapitäne keine Uniformen tragen. Man erkennt sie an ihren
Galabiyas. Meist in dunklen Farben, aber auch hin und wieder, vor allem im Sommer, in den für
Oberägypten typischen weißen Galabiyas[..]"