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#1
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Hallo.Erster Teil: Wir hatten zu viert eine kombinierte 14 tägige Reise über xxxx (Admin: Bitte keine Nennung von Reiseveranstaltern!) gebucht. Start war vier Tage in Kairo. Wir hatten Centrum gebucht, wurden aber ausserhalb untergebracht ohne uns zu benachrichtigen. Beschwerden wurden vom Reiseleiter angenommen aber ignoriert. Fing ja gut an mit xxxx (Admin: Bitte keine Nennung von Reiseveranstaltern!). Die Pyramiden waren ja noch sehenswert(wenn man mal von den lästigen, mehr als aufdringlichen Verkäufern absieht. Das Beste ist die einfach zu ignorieren, nie etwas von denen anfassen. Alles war um den Faktor 10-50 überteuert angeboten und Plunder). Besonders das ägyptische Museum war hoch interessant, dann war aber schon Schluß. Unser Reiseführer (nicht Reiseleiter) war sehr kompetent. Die Stufenpyramide, Memphis und andere Kleinigkeiten kann man getrost auslassen. Danach sollten noch 2 eigene Tage uns erfreuen. Im Falk-Tourer war ein "romantischer 2-3 stündiger Spaziergang durch das historische Kairo" angepriesen. Wir fanden mit Mühe den Anfang der Tour unterhalb der Zitadelle, gingen los und waren geschockt.Wir haben noch nie soviel Müll, Unrat und Dreck in unserem Leben gesehen. Historische Altstadt(wie wir sie aus Europa kennen)? Weit gefehlt . Nur abgerissene Häuser, Unrat türmte sich in allen Ecken und Winkeln, auf der Strasse wurden Autos lackiert und direkt daneben geschlachtet. Ein zwei alte Häuser haben wir gefunden, mehr auch nicht. Eigentlich waren wir es die bestaunt wurden, wir waren nämlich die einzigen Touristen in der Altstadt und dementsprechend bestaunt. An einem Platz war Schluß mit der Tour, wir fanden auch mit Hilfe eines Taxifahrers den Anschluss nicht mehr. Übrigends, in Kairo gibt es weiße und schwarze Taxis. Bei den weißen wird mit Taxometer gefahren(wenn es eingeschaltet wird, also darauf drängen, die Preise sind niedrig und nachweißlich, ist der Restbetrag des Vogängers noch drauf?). Diese Taxis sind relativ sauber. Bei den schwarzen kann man den Preis aushandeln, wer kennt aber schon den richtigen Preis. Wir haben uns beim besten Willen nicht getraut in ein schwarzes Taxi einzusteigen, der Dreck, der Gestank, wir haben in mehrere hineingeschaut. Viele Ägypter sprechen mehr oder weniger gebrochen englisch. Was wir nicht bedachten, die können keine lateinischen Buchstaben lesen. Bringt nichts sich etwas (Ziele, Sehenswürdigkeiten) für sie aufzuschreiben, es sei den in arabisch. Kairo soll 22 Mill. Einwohner haben und der Großraum soll sich auf ein Gebiet von 200x200 km erstrecken, die kennen noch nicht mal einen Bruchteil der Hotels in Kairo, also gut das eigene Hotel merken(Prospekt oder so hilft) sonst wird der Rückweg mühselig. Getränke im Hotel lagen bei Bier 32.-ägyptische Pfund, ein Glas Wein 0,1 l 30 ägyptische Pfund. Moslemisches Land dachte ich. Gegenüber von Hoteleingang war ein kleines Geschäft. Hat alles, meinte er, und er hatte alles. Bier kalt 10 ägytp. Pfund, Flasche Wein 30, alles unterm Ladentisch, moslemisches Land. 8 ägyptische Pfund sind 1.-€ Am dritten Tag überwältigte mich trotz aller vorsicht Pharaos Rache. Überall gibt es kleine Apotheken, sehen oft von außen wie Drogerien aus, eine Seite Duschmittel, andere Medikamente. Alle (auch Antibiotika) sind frei verkäuflich zu niedrigen Preisen. Gegen Durchfall hilft sehr gut das einheimische Mittel, reicht für zwei Personen fünf Tage, deutsche nur für eine Person zwei Tage. Kairos Strasse: auf dreispurigen wird vier- bis fünfspurig gefahren, dazwischen versuchen Fußgänger mit Kindern an der Hand lebend über die Strasse zu kommen. Ich bin vieles gewohnt, fahre überall selbst, aber bestimmt nie in Kairo. Kein Auto ohne Beulen, auch nicht neue und wenn ich sage keins dann ist das auch so. Fast alle fahren ohne Licht, wird nur gelengtlich angemacht, ich meine natürlich nachts. Auf Autobahnen, Schellstrassen, in Tunnels tauchen plötzich Eselskarren oder Fahrräder(natürlich auch ohne Licht) auf. Fazit: Nie wieder im Leben nach Kairo Empfehlung: anreisen, Pyramiden, ägyptisches Museum(in zwei Jahren ist das neue fertig) und sofort wieder abreisen oder nur eine Nacht bleiben Viele Grüße Frank P |
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#2
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Zitat:
Dein Reisebericht liest sich spannend, vielen Dank dafür. ![]() Es ist sehr schade, dass Dir Kairo nicht gefallen hat, denn die Stadt bietet eine schier unüberschaubare Anzahl von Sehenswürdigkeit und exotischen Erlebnissen in jeder Hinsicht. Man könnte dort Monate verweilen, ohne auch nur annähernd alles gesehen zu haben. Aber Kairo ist auch eine afrikanische Großstadt mit allen Nebenerscheinungen, keineswegs ohne weiteres vergleichbar mit Paris oder London. Ein anderes Klima, eine andere Geschichte, eine andere Kultur und jede Menge Verkehrschaos. ![]() Kairo ist meiner Ansicht nach aber mindestens ebenso sehenswert wie Rom, jedoch völlig anders. Ohne wirklich gute Reiseführer und Betreuer geht man in der Stadt sehr leicht unter. Na ja, was soll's, auf jeden Fall war es auch ein Erlebnis für Dich, so oder so. Viele Grüße (ebenfalls) Frank |
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#3
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Nachdem wir Kairo verlassen hatten flogen wir nach Luxor. Am Flughafen holte uns der Reiseleiter vom Veranstalter aus xxx (Admin: Bitte nichts posten, woran man den Veranstalter erkennen könnte) ab und kassierte wie im Vertrag vereinbart das Trinkgeld für die Schiffreise im voraus, was für uns vier 128.-€ ausmachte, was ich für nicht gerade wenig halte. Im Nachhinein würde ich nicht noch einmal eine Trinkgeldzahlung im Voraus akzeptieren, erst nach erbrachter guter Leistung.
Eigenartiger Weise legte uns und der Herr an der Rezeption nach der Nilkreuzfahrt einen leeren Briefumschlag hin mit dem Hinweis wir hätten das Trinkgeld noch nicht bezahlt. Dies lies darauf schließen, dass entweder der Reiseleiter des Veranstalters "vergessen" hatte das Trinkgeld auf dem Schiff abzugeben oder die Besatzung wollte doppelt kassieren.Wir zahlten natürlich nicht zweimal, was dazu führte, dass einer der Kofferträger, welcher mit anderen das Gepäck zum Bus trug, handgreiflich werden wollte und von den anderen zurückgehalten werden musste. ![]() Übrigends war das Schiff die xxx (Admin: Sorry, für einen Schiffsnamen gab's vor kurzem Ärger). Als wir an Bord kamen, blendete uns der erste Eindruck schon. Sah ja auch nicht schlecht aus. Beim Benutzen der Dusche aber fiel diese jedesmal auseinander und musste vom mir wieder zusammengebaut werden. Die Bilder und die Lampen hingen schief, der Staub lag überall, benutztes schmutziges Besteck lag fünf Tage in der Kabine herum, altes verdorbenes Obst wurde nicht aus der Kabine gebracht, Toilettenpapier musste man erbeten, nichts kam von selbst. Dafür meinte der Zimmerservice sich mit netten Figuren aus Handtücher zusätzliches Trinkgeld verdienen zu müssen, hätten mal lieber ihre Arbeit machen sollen. Die Gardinen hingen halb herunter und der Zimmerservice richtete sie. Dabei fielen einige Gadinenteile auf den Boden und lagen nach sieben Tagen immer noch da. Bei der Klimaanlage war die kleinste Stufe kaputt und die mittlere wehte uns aus dem Bett, was dazu führte, dass wir mit offenem Fenster zu schlafen versuchten. Da Nachts immer drei bis vier Schiffe nebeneinander lagen und die Hilsmotoren die ganze Nacht zur Stromversorgung der Schiffe liefen, war der Dieselgestank und der Lärm unsere Reisebegleiter des Nachts. Tagsüber sollte zu dieser Jahreszeit eigentlich um 28 Grad Celsius sein, wir hatten aber immer 35- 45 Grad Celsius. Es war unerträglich heiß in den Gräber, den Tempeln und auf Deck. Wollte man Abends auf das Deck, glaubte man beim Öffnen der Tür jemand empfängt einem mit einer Heizluftpistole. Wie muss das erst im Sommer sein? Das Essen und die Bedienung waren sehr gut. Leider oft stark vom englischen Geschmack geprägt(wer mal in England essen war, weiß, was ich meine). An Bord kamen jedenTag neue Gäste. Überwiegend Engländer, Inder und massig Chinesen. Dadurch kam leider kein Zusammenhalt unter den Gästen auf. Ich würde nur kleinere Schiffe mit maximal hundert Personen, aber unbedingt mit öffenbaren Fenster in den Kabinen empfehlen. Freunde haben damit sehr gute Erfahrung gemacht. Andere Reisende hatten keine öffenbare Fenster gehabt und dies als sehr großen Mangel empfunden. Der Nil war in Luxor noch sehr schmutzig. Je weiter man sich aber Assuam näherte, desto sauberer wurde er. Bei Assuam war der Nil so sauber, das alle unsere deutschen Flüsse da nicht mitkommen. Leider warfen die Schiffe einen Großteil ihrer Abfälle einfach über Bord ins Wasser. So erhält man sich bestimmt nicht die Schönheit der Natur und vertreibt sich bestenfall die Urlauber. Es soll zwar verboten sein, aber keine Sau kümmert sich darum. Wir wollten uns mal was Gutes leisten und buchten "all inclusiv". Damit waren wir Gäste zweiter Klasse. Die Getränkekarte umfasste vier Seiten. Eine davon war für die "all inclusiv" Gäste. Es waren darauf auch wenige Cocktails. Unsere Tochter probierte sie aus. Man konnte sie nach dem erhalt vom Barkeeper ohne zu kosten mit zur Reeling nehmen und in den Nil kippen. Wie sollte die auch schmecken wenn man Orangensaft aus Pulver und Mineralwasser ansetzt. Nachdem die Barkeeper merkten, das man "all inklusiv" Gast war, konnte man sich zwar an der langen Bar etwas bestellen, musste aber zum Keeper gehen und es sich abholen, von alleine kam der nicht. (weiter gehts im Teil III) Viel Grüße Frank P |
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#4
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Hallo Frank,
vielen Dank für die Infos. Ich habe die Postings mal zusammengeführt, bitte jetzt dieses Thema verwenden, sonst muss man sich die Beiträge zusammen puzzeln. ![]() Das mit dem Trinkgeld ist halt so auf dem Nil. Ich finde es persönlich nicht gut, dass man vorab Trinkgeld abgibt, denn ich zahle Trinkgeld eigenlich nach Leistung. Aber in den USA ist ja wohl auch so üblich, dass ich an vielen Stellen immer Trinkgeld geben MUSS. ![]() Ansonsten --> Wer eine Nilkreuzfahrt macht und nicht grad die 1.500 Euro Variante wählt, der muss leider mit dem einen oder anderen Manko leben. Die Schiffe gleicher Preisklasse tun sich dabei auch nicht viel. Wer schon mal in Südeuropa im Urlaub war, der weiß, dass auch dort nicht alles so genau hält wie in Deutschland. Nur hier gibt es die Perfektion, die wir jeden Tag gewohnt sind. Und nicht mal hier funktioniert alles. ![]() Es tut mir leid, dass Reiseveranstalter nicht genannt werden dürfen. Schiffsnamen leider auch im Moment nicht, wenn die Kritik so vernichtend ausfällt, ansonsten setzt man uns kleine Webseiten unter Druck. Ist leider so. ![]() Viele Grüße Frank |
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